Der Arbeitskreis „Floßholz“ des Vereins für Heimatgeschichte Sachsenheim beteiligte sich – zusammen mit 13 anderen Geschichts- und Heimatvereinen – von 2013 bis 2018 am Projekt des Schwäbischen Heimatbundes (SHB), Regionalgruppe Stromberg-Mittlere Enz, Spuren der Bauholzflößerei in unserem Gebiet flächendeckend zu erfassen.
Dazu untersuchten sogenannte „Floßholzdetektive“ die in Frage kommenden Gebäude nach Flößereispuren. Die Erfassungsbögen mit Fotos und Baugeschichte der einzelnen Gebäude wurden vom „Projektkümmerer“, Bernd Wellinger aus Mühlacker gesammelt. Die wissenschaftliche Auswertung erfolgte durch den Bauforscher und Mittelalterarchäologen Tilmann Marstaller aus Rottenburg-Oberndorf, zusammen mit der SHB-Regionalgruppe und der Landesdenkmalpflege Esslingen als Herausgeber.
Die Ergebnisse der Arbeit der Floßholzdetektive sind in einem Buch mit dem Titel „Enz-Floßholzverwendung in älterer Bausubstanz - Grundlagen, Methoden und Ergebnisse“ dokumentiert. Dazu hat Herbert Ade-Thurow (unser Vereinsmitglied) die unterschiedlichen gestalteten Beiträge in eine einheitliche und gelungene Form gebracht. Dieses Buch wurde am 5. Oktober 2018 in einem Festakt an alle Floßholzdetektive und ihre Helfer, an die Projektunterstützer und Spender eines Druckkostenzuschusses kostenlos verteilt. Damit war die Tätigkeit unseres örtlichen Arbeitskreises beendet.

Auch im Wasserschloss Großsachsenheim wurde Floßholz verbaut. Die dendrochronologische Untersuchung ergab, dass die Bäume, aus denen die Dachstuhlbalken hergestellt wurden, zwischen 1543 und 1545 gefällt wurden.
In diesem Buch werden die vielfältigen Aktivitäten und Ergebnisse der Regionalgruppe Stromberg - Mittlere Enz des Schwäbischen Heimatbundes und örtlicher Geschichts- und Heimatvereine zur Suche und Identifizierung von Floßholz im Einzugsgebiet der Enz beschrieben. Das oben genannte Buch gab es nur in einer limitierten Auflage und ist im Buchhandel nicht erhältlich.
Mitarbeiter waren: Karl Heidinger†, Bernd Roth, Herbert Ade-Thurow
Auszüge aus dem Buch finden sie hier
Infomationen zu anderen Ortschaften dürfen gerne bei Herrn Ade-Thurow angefragt werden: hier
Das komplette Werk erhileten sie bislang durch eine Spende über 15 € für Druckkosten an den Schwäbischen Heimatbund. Aktuell sind alle Exemplare vergriffen, sodass das Buch neu aufgelegt werden muss. Dies lohnt sich aber erst nach einer Mindestanzahl von Bestellern. Bitte teilen sie Herrn Ade-Thurow hier mit wenn sie Interesse an dem Buch haben. Wenn genügend Besteller zusammenkommen wird das Buch aufgelegt und sie bekommen umgehend Nachricht.











